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Papierbilder PHOTOSUISSE Wettbewerb

Habe soeben die Wettbewerbsbilder für den Jahreswettbewerb 2018 fertiggestellt. Das war wieder einmal eine Büez! Da die Bilder 1 mm bis 3 mm dick sein müssen, hilft nur das Schneiden von Passepartouts oder das Montieren auf Karton. Viele Arbeitsschritte, die viel Zeit brauchen (in meinem Fall über 6 Arbeitsstunden, nicht gerechnet die Zeit am Computer). Seit Jahren ärgere ich mich über diese unnötige Arbeit. An keinem internationalen Wettbewerb wird das Aufziehen der Bilder verlangt, und seit die Bilderzirkulation innerhalb der Klubs abgeschafft wurde, sehe ich überhaupt keinen Sinn mehr, Bilder auf einem Untergrund oder mittels eines Passepartouts zu "stabilisieren". Eine reine Schikane, finde ich, die jüngere Fotografen abschreckt, am Wettbewerb teilzunehmen. Nur Rentner (und von denen hat es leider im PHOTOSUISSE weiss Gott genug...) haben Zeit für diesen Leerlauf...

Mein Vorschläge (gelten für die Papier-Bilder):

- Erlaubt sind nur reine Papierbilder im Format 30X40 bis 40X50 (Grösse des eigentlichen Fotos         frei wählbar)

- Das Einkopieren von Rahmen ist für die Präsentation erlaubt, jedoch nicht für die digitalen Daten     auf der CD, die für den Druck des Fotobuches bestimmt sind.

- Passepartouts und Aufziehen sind nicht länger erlaubt.

- Um den Wettbewerb attraktiver zu gestalten, schlage ich vor, dass eine Teilnahme von "Gästen"        (das heisst von Fotografen, die nicht Mitglied des PHOTOSUISSE sind) möglich gemacht wird.           Dazu müsste der Wettbewerb frei ausgeschrieben und ein Nenngeld - wie bei internationalen               Wettbewerben üblich - verlangt werden.

Na Leute, was meint ihr dazu? Die Diskussion ist eröffnet!

Kurt Kleeb, Einzelmitglied

 

Lieber Kurt

Vielen Dank für deinen Input! Du schneidest ein Thema an, das seit Jahren heiss diskutiert wird.

Ich kann deine Argumentation vollkommen nachvollziehen. Es gibt bei diesem Thema halt, wie bei den meisten, unterschiedliche Aspekte und Meinungen.

Du sagst, dass für dich das Aufziehen oder die Montage der Bilder ein unnötiger Aufwand ist. Es gibt auch Leute oder sogar ganze Klubs, die grossen Wert auf die Präsentation der Bilder im Passepartout legen, weil es für sie in dieser Form hochwertiger ist. Ich persönlich habe auch schon am Wettbewerb eingereichte Bilder nachher bei mir zuhause aufgehängt 🙂 ...

Aber eben, es wäre interessant, hier noch andere Meinungen zu hören.

Zum Thema "Öffnung für Gäste": Das ist eine interessante Idee. Man müsste einfach irgendwie den Weg finden, das Alleinstellungsmerkmal des PHOTOSUISSE-Wettbewerbs aufrechtzuerhalten: Die Schweizermeisterschaft für Fotoklubs.

Hallo Andreas

Habe Deine Argumente schon zu oft gehört...meiner Meinung nach wirkt halt alles, was PHOTOSUISSE anbetrifft, sehr antiquiert, um nicht zu sagen, verstaubt. Ist es wegen dem Durchschnittsalter der Mitglieder (mit 67 bin ich ja schon fast ein "Jungspund"...). Noch einmal: Das mit der Präsentation ist ja bei allen Fotosalons auch kein Argument. Und was von einem Wettbewerb zurückkommt, ist meistens unbrauchbar (Fingerabdrücke usw.), ein Nachdruck ist ja kein Problem. Von mir aus gesehen könnte man sogar auf eine Rücksendung der Bilder verzichten, wenn sie nicht aufgezogen oder im PP sind, das würde wieder Geld und Zeit sparen.

Anyway, man könnte ja das Aufziehen der Bilder einfach freiwillig machen für die Leute, die das toll finden. Alle anderen könnten dann einfach Papierbilder abgeben.

 

Lieber Kurt

Ich stimme Dir zu, an keinem Salon wird verlangt die Bilder aufzuziehen. Betreffend Zeitaufwand bin ich da vielleicht eine Ausnahme, mir reicht eine Stunde. Unerwünscht ist natürlich der zusätzliche finanzielle Aufwand den man für Material zum Aufziehen oder PP berappen muss.

Was ich nicht ganz verstehe das Einkopieren von Rahmen ist für die Präsentation erlaubt, jedoch nicht für die digitalen Daten auf der CD, die für den Druck des Fotobuches bestimmt sind. Was macht den Unterschied oder was hindert ein Rahmen daran für die Präsentation im Buch zu verhindern? Ich meine das Bild sollte so im Buch gedruckt werden wie es der Autor der Jury präsentiert hat!

Um den Wettbewerb frei auszuschreiben müsste allerdings das Nenngeld gewaltig angepasst werden. Bei dem was jetzt verlangt wird hat man wohl kaum Erfolg auf eine Teilnahme. Es gibt kein Salon an dem man nur annähern so viel zahlen muss wie beim Wettbewerb Photo Suisse. Ich würde jetzt mal behaupten an den Preis kommt nicht einmal ein Circuit (heisst ein Salon der in 3 Ländern juriert wird) und an dem man Aufnahmen zu 5 Themen einreichen kann, heran.
Ein Beispiel: „27. Trierenberg Circuit 2018 AT“ Es sind zwar NUR 4 Themen = 16 Bilder, juriert wird aber an 4 verschiedenen Salons und das Nenngeld war € 55!!!
Beim jetzigen Tarif bezahlst Du bei PHS für 16 Bilder CHF 112!!! Juriert wird aber nicht an 4 verschiedenen Orten. Und wenn Deine Bilder entsprechend gut sind dann erhältst Du Auszeichnungen, Diplome und Medaillen, was bekommst Du für den Preis bei Photo Suisse?

Nun bin ich mal auf Deine oder andre Meinungen gespannt.

Klaus Stock EFIAP, HonEFIAP

Hallo Klaus

Vielen Dank für deine Replik. Was Du über das Nenngeld sagst, ist natürlich wahr. Hier eine Lösung zu finden, wird nicht leicht sein. Ich für meinen Teil interessiere mich aber nicht für "Medaillen, Diplome, Auszeichnungen". Mein bester "Lohn" ist, dass einige meiner Bilder Ende Jahr im Buch abgedruckt sind. Mit dieser Meinung stehe ich wahrscheinlich aber eher allein...

Was das Einkopieren von Rahmen anbetrifft: Meiner Meinung nach würden die verschiedenen Formen von Rahmen im Buch stören, es würde sehr unruhig wirken. Aber dieser Punkt ist mir nicht so wichtig, mein zentrales Anliegen bleibt die Möglichkeit der Abgabe reiner Papierbilder. 

Blende zu, Augen auf!

Kurt